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review (in french)
in Progresiste
magazine from Belgium as pdf here
ZONE SIX - Any Noise
Is Intended (SUNHAIR MUSIC SH001)
Zone Six is de spacerockband van bassist Dave Schmidt, de grote man achter
zowel Weltraumstaunen als Sula Bassana (zie vette spacekrent elders in
dit blad). Deze mooi getitelde cd begint gelijk verschrikkelijk goed met
het twintig minuten durende epos Score Trek dat een mix is van Ashra (Temple),
Hawkwind en de oude Pink Floyd. Prima hakkelende gitaren en toetsensolo´s
over een doordenderend ritme afgewisseld met spacegeluiden, zo goed maakt
Hawkwind ze tegenwoordig (bijna) niet meer. Naadloos gaat dit over in
het titelnummer dat ook sterk aan de vervlogen jaren zeventig doet denken:
een tribal ritme waar overheen slaggitaren en zwaar baswerk zonder al
te veel variatie, zoals het een goed spacerocknummer betaamd (dan weet
je gelijk waar die stoner rockers de mosterd vandaan hebben gehaald).
Het laatste nummer The Gotthun is ook weer zoÕn lekker Hawkwindachtige
Caaaaaaaaaaaaptain Caaaaaaaaaaaaaaaaveman (wie herinnert zich die nog?)
song. Waarom deze cd dan toch geen vette krent is? Dat komt door de vreselijke
neuzelnummers Psss (bijna tien minuten gitaargetokkel zonder echte structuur)
en Bauchfellhavarie (een collage van vervelende geluiden zijn), jammer
nou.
AndrŽ de Waal for IO-Pages,
issue 52 may/June 2004
Auch bei Zone Six
ist Dave Schmidt am Spacebass mit dabei, einem lockeren Musikerverbund,
der sich nur zu Konzerten und Aufnahne-Sessions trifft. Any Noise is
Intended ist als Studio-Improvisation entstanden und überzeugt
mit schwer dahinrollenden Beats, weiten Klangflächen und einer zeitlupenartig
vorangetriebenen Weiterentwicklung des musikalischen Materials. Hypnotisch!
Bernhard Jugel für Indigo-Notes,
Juni 2004
Zone Six is a totally
improvisational group from Berlin. They have existed for many years and
features current and past members of Liquid Visions. This is the second
studio CD they have released. This material was recorded in a studio in
2000 but only just now released on the new German Label Sunhair. I saw
the band live back in 1998. The past couple of years the band has not
played that may gigs but this year looks like they will play more. The
CD begins with the long 20 minute track called "Score Track". It begins
with some spaced keyboards and loads of bizarre sounds and echoed guitars,
etc. before it builds its groove up. It remains slow and spacey for 10
minutes or so. Now things start to happen and a great Ozric Tentacles
like jam fest begins. Great stuff. "Any Noise Is Intended", the title
track, takes us back out into space for another 14 minutes but this time
the journey is long, slow and spaced out to the max! "Psss..." follows
and is a strange soundscape more than a real song. "Bauchfellhavarie"
begins with some strange sounds and a voice saying "Hello" and then everything
gets phased and wobbly and very strange. Who put acid in my coke? "The
Gotthun" closes the CD and we are back to songs and this one is much more
like what the band have done in the past but the synths play a greater
role and sound great. This is a great CD to chill out and take a journey
with. The most spaced out stuff the band have ever done, in my opinion.
A great way to start a new label, with a first class space rock release!
Reviewed by Scott Heller for Aural
Innovations
COSMODELIC
2010, das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen, soll die erste Marsreise
stattfinden. Egal, hier ist schon mal die Platte zum Flug. Das neue Werk
der Zone Six beginnt irgendwie als hypnotische Fortsetzung der "Grünen
Reise", biegt dann jedoch auf die Überholspur zur instrumentalen
Reise durch Raum und Zeit ab. Ethno trashige Synthies vermischen sich
mit groovigen Gitarren, treibenden Rhythmen, coolen Orgeln und spacigen
Passagen, die einen auf 5 Titel verteilten Gesamttrip von knappen 60 Minuten
ergeben. Ja, ja genau, das ist so eine "hier bekommt man was draufsteht"
- CD, obwohl "Any Noise is Intended" weniger krachig ist, als der Titel
suggeriert. Eher harmonisch wechseln sich durchgeknallte Experimente am
Echoregler mit dahinwabernden Klanglandschaften ab. Wer nicht auf 08/15
Musik steht und noch was zum mitfliegen sucht, sollte hier voll auf seine
Kosten kommen. Diese CD bildet mit einem Mix aus Psychedelia, Trance und
Space Rock eine Extraklasse.
Christian Koch im Eclipsed
Nr.60
Noise
= Lärm = Krach = Geäusch = Musik?
Ja, ich bin begeistert! Die obige Gleichung geht auf, am Ende kommt Musik
heraus, und welche! Any Noise Is Intended ist die erste Veröffentlichung
des Labels Sunhair. Wenn Sunhair die hohe Qualität dieser Veröffentlichung
beibehalten kann, hat ein neuer Stern am Psychedelic-Himmel das Licht
der Welt erblickt!
SynthesizerklŠnge leiten Score Trek ein, in den ersten Sekunden wartet
man auf die Initiationssätze "Der Weltraum. Unendliche Weiten...",
stattdessen wird man leise vom Schlagzeug begrüßt. Es ist in
der ersten Hälfte im Vordergrund, liefert zusammen mit dem Bass ein
solides und prägendes Grundgerüst - klar, eigentlich Zweck beider
Instrumente, dieses Mal stehen sie aber im Vordergrund - die anderen Musiker
setzen kleine Akzente und vervollkommnen das Zusammenspiel. Ab etwa der
Hälfte bildet sich ein dichter, tragender Klangteppich, der für
mich persönlich das äußerst gelungene Artwork der CD auf
das vortrefflichste wiederspiegelt: Farben fließen zusammen, trennen
sich wieder; bilden neue Formen. Sehr intensiv.
Any Noise Is Intended schließt sich nahtlos an, groovt sich stellenweise
recht heftig ein und fährt die schrillsten Effekte des Albums auf.
Die ruhigen und schnelleren, schrägeren Teile (besonders am Schluß)
halten sich grob die Waage mit den ausufernd - monumentalen sphärischen
Parts.
Diese fehlen auf Psss... vollkommen, das Stück ist eine abgefahrene
Soundcollage, über welche die Gitarre passagenhaft einlullend drüberstreicht.
Zu Beginn hören sich die Geräusche so ähnlich an, wie wenn
in alten B-Movies gezaubert wird (ãPling!Ò), dann entsteht eine bedrohliche
Wand im Hintergrund.
So abstrus wie Psss... endet, beginnt Bauchfellhavarie, ein fertiges "Hallo"
windet sich dem Hörer in x-facher Verzerrung entgegen, dazu ziemlich
abgefahrene Sounds. Das Ton gewordene Wesen unter deinem Bett, vor dem
du als Kind immer Angst hattest.
The Gotthun erhebt sich wie Phönix aus der Bauchfellhavarie-Asche,
die Synths kreisen im Hintergrund, wŠhrend die restlichen Musiker beinahe
Godspeed You! Black Emperor-mŠßig treibende Soundwälle kreieren,
die sich immer weiter ins Hirn bohren. Man treibt das Ganze aber nicht
zum endgültigen Höhepunkt, sondern verbleibt ungefähr auf
der Hälfte des Weges, wodurch ein schon beinahe meditativer Charakter
entsteht. Gegen Mitte des Stückes verlieren sich alle Instrumente
bis auf die Synthesizer im Nirgendwo, diese gestalten den Rest des Stückes
mit leichter Gitarrenbegleitung, die Stimmung bleibt ruhig, und bewegt
sich im Spannungsfeld zwischen (älteren) Science Fiction und Gruselatmosphäre
- Sounds. Nach The Gotthun schließt sich noch ein kleines rockendes
Schmankerl an; erst die Zukunft wird zeigen, ob man hier den Geburtswehen
der Garage-Rockband schlechthin beiwohnt, die sämtliche bemüht
retro wirkend wollenden und bis zum geht nicht mehr gehypten "The
....."-Chartstürmer in den Schatten stellt, oder ob es einfach
ein paar Musiker waren, die Spaß haben wollten (Es war nur ein Spaß!
Anm. v. Dave). Übrigens das einzige Stück mit Text auf der CD;
die Wortfetzen in Bauchfellhavarie nicht mitgezählt.
Fazit: Eine wunderbare Fahrt durch die Welt der beabsichtigten Geräusche
- wer Noise in diesem Fall mit Lärm oder Krach in Verbindung bringt,
ist selbst schuld und verkennt eine sehr gute Platte.
19 von 20 Punkten! Sascha Christ für www.musikansich.de
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